Irland · Marke
Waterford: Der Terroir-Fanatiker unter den irischen Destillerien
Waterford verfolgt einen Ansatz, der in der Whiskey-Welt seinesgleichen sucht: Jede Abfüllung wird konsequent einer einzelnen Farm oder Gerstensorte zugeordnet, ähnlich wie bei Wein-Terroir-Konzepten.
Geschichte
2015 vom früheren Bruichladdich-Chef Mark Reynier gegründet, verfolgte Waterford von Beginn an einen wissenschaftlich-akribischen Ansatz zur Untersuchung, wie stark Anbauort und Gerstensorte den fertigen Whiskey beeinflussen. Wirtschaftlich ging das Konzept nicht auf: Im November 2024 kam das Unternehmen unter Insolvenzverwaltung, im März 2026 übernahm die amerikanische Tennessee Distilling Group Brennerei und Markenrechte. Reynier ist seither nicht mehr beteiligt.
Der typische Stil
Je nach Herkunftsfarm stark variierend – fruchtig, mineralisch oder würzig, mit deutlich erkennbaren Unterschieden zwischen einzelnen Abfüllungen desselben Grundkonzepts.
Fazit
Waterford hat die Terroir-Idee aus der Weinwelt so konsequent in die Whiskey-Produktion gebracht wie kaum ein zweites Haus – und zugleich gezeigt, dass ein durchdachtes Konzept allein kein wirtschaftlicher Selbstläufer ist. Wie es unter dem neuen Eigentümer weitergeht, ist offen.
Quellen
Angaben zuletzt geprüft am .