Speyside, Schottland · Marke
Aberlour: Der Sherry-Spezialist der Speyside
Wer den Sherry-Whisky-Stil kennenlernen will, landet fast zwangsläufig bei Aberlour – einer Destillerie, die konsequent auf spanische Sherryfässer setzt, ohne dabei unzugänglich zu wirken.
Geschichte
Aberlour wurde 1879 an der Speyside gegründet, in der Nähe der gleichnamigen Ortschaft, die selbst wiederum nach dem gälischen Wort für „Mündung des lauten Baches” benannt ist – ein Hinweis auf die wasserreiche Umgebung, die für viele Speyside-Destillerien namensgebend war.
Die konsequente Sherryfass-Philosophie
Anders als viele Destillerien, die nur einen Teil ihrer Fässer mit Sherry-Einfluss versehen, setzt Aberlour bei vielen seiner Standard-Abfüllungen auf einen hohen Anteil an Oloroso-Sherryfässern – vergleichbar mit der Philosophie von Macallan oder Glendronach, aber zu einem zugänglicheren Preispunkt. Mehr zum technischen Hintergrund im Artikel zu Whisky-Fässern.
Der typische Aberlour-Stil
Fruchtig-süß mit deutlicher Sherry-Note – dunkle Früchte, eine Prise Gewürz, dazu die typische Speyside-Zugänglichkeit. Ein Profil, das Sherry-Charakter zeigt, ohne so kräftig und kompromisslos zu sein wie manch teurere Alternative.
Mein Tasting-Ergebnis
Der Aberlour 12 Jahre bestätigt diesen Ruf: fruchtig-süßer Speysider mit deutlicher Sherry-Note – für mich einer der besten Einstiegspunkte in den Sherry-Stil überhaupt. Zum Testbericht
Einordnung in die Sherry-Kategorie
Wer den Sherry-Stil systematisch entdecken will, findet Aberlour als idealen ersten Schritt vor kräftigeren Namen wie Glendronach im Artikel Die besten Sherry-Whiskys. Mehr zur gesamten Region im Speyside-Regionsporträt.
Fazit
Aberlour zeigt, dass der Sherry-Stil nicht zwangsläufig schwer und überladen sein muss – eine zugängliche, fruchtig-süße Version, die sich hervorragend als Einstieg in diese Geschmacksrichtung eignet, bevor man sich an kräftigere Vertreter wagt.