Whisky-Wissen
Rob Roy: Das Rezept für den Scotch-Manhattan
Der Rob Roy wird oft nur als „Manhattan mit Scotch” abgetan – das trifft die Grundidee, unterschlägt aber, wie unterschiedlich sich der Drink dadurch tatsächlich trinkt. Benannt ist er nach dem schottischen Volkshelden Rob Roy MacGregor, passend zur Whisky-Wahl.
Das klassische Rezept
- 5 cl Blended Scotch
- 2 cl süßer Wermut (Rosso)
- 2 Dashes Angostura Bitter
- Garnitur: Cocktailkirsche
Alle Zutaten mit reichlich Eis im Rührglas 20 bis 30 Sekunden verrühren, bis das Glas außen kalt beschlägt. In ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen und mit der Kirsche garnieren.
Warum Scotch den Drink verändert
Wo Rye oder Bourbon dem Manhattan eine süße, würzige Basis geben, bringt Scotch eine trockenere, oft leicht rauchige Grundnote mit ins Spiel. Der Wermut wirkt dadurch anders eingebunden – weniger dominant, mehr im Hintergrund unterstützend. Das Ergebnis ist ein Drink, der insgesamt schlanker und weniger süß wirkt als sein amerikanisches Vorbild.
Welcher Scotch passt
Ein weicher, ausgewogener Blend funktioniert am besten – zu rauchig, und der Drink kippt in eine ganz andere Richtung. Famous Grouse oder Johnnie Walker sind zuverlässige Klassiker. Wer es etwas rauchiger mag, kann mit einem Islay-Malt wie Laphroaig experimentieren – dann aber besser nur zu einem Teil beimischen, sonst übernimmt der Rauch komplett.
Der häufigste Fehler
Den Rob Roy mit irgendeinem Scotch zu mixen, der gerade offen im Schrank steht, ohne auf das Verhältnis von Rauch und Süße zu achten. Anders als beim Manhattan reagiert der Rob Roy empfindlicher auf die Whisky-Wahl – hier lohnt sich etwas Experimentierfreude, bevor man sich auf eine feste Flasche festlegt.
Verwandte Drinks
Wer Scotch mit Süßem kombiniert, sollte auch den Rusty Nail probieren – noch einfacher gemixt, dafür deutlich intensiver.