Whisky-Wissen

Whisky-glasierter Schinken: Das Rezept für die süß-rauchige Festtagsglasur

Ein glasierter Schinken gehört in vielen Ländern fest zum Festtagsessen – und Whisky statt der üblichen reinen Zucker-Glasur bringt eine zusätzliche malzige Tiefe mit, die die Süße besser ausbalanciert und dem Braten eine fast schon rauchig-würzige Note verleiht.

Die Zutaten (für einen vorgegarten Schinken, ca. 2 kg)

  • 100 g brauner Zucker
  • 4 EL Whisky
  • 3 EL Honig
  • 1 EL Dijon-Senf
  • 1 TL gemahlener Nelkenpfeffer oder ganze Gewürznelken zum Spicken

Die Zubereitung

Zucker, Whisky, Honig und Senf in einem kleinen Topf erhitzen, bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat und eine sirupartige Konsistenz entsteht. Den vorgegarten Schinken rautenförmig einritzen, optional mit ganzen Nelken spicken, dann großzügig mit der Glasur bepinseln. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C etwa 20–25 Minuten backen, dabei alle 8–10 Minuten erneut mit der Glasur bepinseln, bis eine glänzende, leicht karamellisierte Kruste entsteht.

Warum mehrfaches Bepinseln entscheidend ist

Eine einzelne Schicht Glasur trocknet im Ofen schnell aus und wird eher stumpf als glänzend. Erst das wiederholte Bepinseln alle paar Minuten baut nach und nach mehrere dünne, karamellisierte Schichten auf, die zusammen die charakteristische glänzende, leicht klebrige Kruste ergeben, für die glasierter Schinken bekannt ist.

Die richtige Whisky-Wahl

Ein kräftiger, malzsüßer Whisky verstärkt die Karamellisierung zusätzlich. Ein Bourbon wie Woodford Reserve oder ein Highland-Whisky mit natürlicher Honignote passen hervorragend zum Fleisch.

Der häufigste Fehler

Die Glasur zu früh und nur einmal auftragen, dann den Schinken die restliche Zeit unbeaufsichtigt im Ofen lassen. Die Kruste braucht die wiederholten dünnen Schichten – wer nur einmal glasiert, bekommt am Ende eine unspektakuläre, teils angebrannte statt gleichmäßig karamellisierte Oberfläche.

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