Whisky-Wissen
Dundee Cake: Das Rezept für den traditionellen schottischen Früchtekuchen
Dundee Cake ist einer der ältesten dokumentierten schottischen Festtagskuchen – dicht, würzig, voller Trockenfrüchte und traditionell mit einem konzentrischen Mandelmuster auf der Oberfläche verziert. Whisky verstärkt hier nicht nur den Geschmack, sondern hilft auch dabei, den Kuchen über Wochen frisch zu halten.
Die Zutaten (für eine 20-cm-Kastenform)
- 200 g weiche Butter
- 200 g brauner Zucker
- 4 Eier
- 250 g Mehl
- 1 TL Backpulver
- 300 g gemischte Trockenfrüchte (Rosinen, Sultaninen, kandierte Orangenschale)
- 5 EL Whisky, plus etwas mehr zum Nachträufeln
- 80 g ganze Mandeln zum Belegen
Die Zubereitung
Trockenfrüchte am Vorabend in 5 EL Whisky einweichen, damit sie den Alkohol vollständig aufnehmen. Butter und Zucker cremig schlagen, Eier nacheinander unterrühren. Mehl und Backpulver darüber sieben, vorsichtig unterheben, dann die eingeweichten Früchte samt Flüssigkeit einarbeiten. Teig in die Form füllen, glattstreichen und mit den Mandeln in konzentrischen Kreisen belegen. Bei 150 °C etwa 75–90 Minuten backen, bis ein Zahnstocher sauber herauskommt – die Oberfläche mit Backpapier abdecken, falls sie zu dunkel wird. Nach dem Auskühlen alle paar Tage mit etwas Whisky beträufeln.
Warum dieser Kuchen mit der Zeit besser wird
Dundee Cake gehört zu den wenigen Backwaren, die man bewusst lagern sollte, statt sie frisch zu essen. In Frischhaltefolie und Alufolie gewickelt und alle paar Tage mit etwas Whisky beträufelt, entwickelt der Kuchen über ein bis zwei Wochen deutlich mehr Tiefe und Saftigkeit – eine traditionelle Methode, die auch bei englischem Christmas Cake angewendet wird.
Die richtige Whisky-Wahl
Ein kräftiger, malziger Highland- oder Speyside-Whisky passt am besten zu den Trockenfrüchten. Glenfiddich oder Aberlour mit ihrer natürlichen Fruchtsüße ergänzen die Rosinen und die kandierte Orangenschale hervorragend.
Der häufigste Fehler
Die Trockenfrüchte nicht einweichen, sondern trocken in den Teig geben. Sie bleiben dann hart und trocken statt saftig und aromatisch – die Einweichzeit über Nacht ist bei diesem Rezept kein optionaler Schritt, sondern entscheidend für die Textur.
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