Whisky-Wissen

Whisky Smash: Das Rezept für den frischen Sommer-Bourbon

Der Whisky Smash ist so etwas wie der Mojito unter den Whisky-Cocktails: erfrischend, minzig, unkompliziert – und trotzdem spirituosenbetont genug, um kein bloßer Softdrink mit Alkohol zu sein. An warmen Abenden ist er meine erste Wahl.

Das klassische Rezept

  • 5 cl Bourbon
  • 2 cl frisch gepresster Zitronensaft
  • 1,5 cl Zuckersirup
  • 6–8 frische Minzblätter
  • Optional: 2 Zitronenscheiben zum Mitmuddeln

Minzblätter (und optional die Zitronenscheiben) vorsichtig im Shaker andrücken, um die ätherischen Öle zu lösen – nicht zerreiben, sonst wird es bitter. Bourbon, Zitronensaft und Sirup dazugeben, kräftig mit Eis schütteln und in ein mit Crushed Ice gefülltes Glas abseihen. Mit einem Minzzweig garnieren.

Warum Bourbon die richtige Wahl ist

Die Süße und Vanillenote von Bourbon harmoniert perfekt mit der frischen Zitrone und der Minze – ein rauchiger Scotch würde hier eher stören als bereichern. Maker’s Mark mit seinem weichen, weizenbetonten Profil funktioniert besonders gut, weil er sich nicht gegen Minze und Zitrone durchsetzen muss, sondern sich mit ihnen verbindet. Wer es etwas würziger mag, greift zu Wild Turkey – die höhere Fassstärke bleibt auch mit viel Eis und Zitrone noch spürbar.

Der Trick mit dem Crushed Ice

Anders als bei den meisten geschüttelten Cocktails landet der Whisky Smash nicht auf frischem Würfeleis, sondern auf Crushed Ice. Das kühlt schneller herunter, verdünnt den Drink im Verlauf des Trinkens sanft weiter und macht ihn dadurch über die gesamte Trinkzeit angenehm erfrischend, statt am Ende nur noch warm und süß zu schmecken.

Der häufigste Fehler

Minze zu grob zerdrücken oder zu lange im Mörser bearbeiten. Dabei werden die bitteren Blattadern aufgebrochen, und der Drink bekommt einen unangenehm herben Unterton. Ein paar sanfte Drücke reichen völlig – die Minze soll duften, nicht bluten.

Verwandte Drinks

Für die spirituosenbetontere Variante ohne Minze und Zitrone lohnt sich der Old Fashioned.