Whisky-Wissen
Highball: Japans Lieblingsdrink – Rezept und die richtige Technik
In Japan ist der Highball kein Cocktail-Randthema, sondern fester Bestandteil der Trinkkultur – in Izakayas, Bars und sogar in der Dose. Das Geheimnis liegt weniger im Rezept als in der Technik.
Das Grundrezept
- 4 bis 5 cl Whisky
- 12 bis 15 cl kaltes Sodawasser
- Viel Eis, idealerweise ein hohes, schmales Glas
Das Verhältnis kann je nach Geschmack variieren; üblich ist ein deutlich whisky-leichter, erfrischender Drink.
Die japanische Technik macht den Unterschied
Suntory beschreibt die entscheidenden Punkte auf der eigenen Rezeptseite: Glas, Whisky und Soda müssen vorher gut gekühlt sein, und es darf nicht zu viel gerührt werden, sonst verliert der Drink seine Spritzigkeit. Auch die Eisqualität und die Art, wie das Soda eingegossen wird, zählen. In der Praxis heißt das: Glas komplett mit Eis füllen, Whisky dazu, einmal kurz rühren, dann das Soda langsam an der Innenwand entlang eingießen. Für mehr Duft empfiehlt Suntory eine Zitronenzeste oder ein Stück Grapefruitschale.
Warum der Highball in Japan so populär wurde
Der Drink hat dort eine lange Geschichte: Suntory eröffnete ab den 1950er-Jahren tausende „Tory’s”-Bars, in denen japanischer Whisky vor allem gemixt getrunken wurde – der Highball wurde laut Unternehmen der beliebteste dieser Drinks. Nach einer Flaute erlebte er zuletzt eine Renaissance, samt Dosen- und Fassversionen.
Welcher Whisky passt am besten?
Der Highball ist der ideale Drink für unkomplizierte, nicht zu torfige Whiskys. Jameson Original funktioniert hervorragend – weich, unkompliziert, genau für diese Leichtigkeit gemacht. Zum Testbericht
Wer dem japanischen Original treu bleiben will, greift zu Yamazaki 12 Jahre – auch wenn das für den Alltags-Highball fast zu schade ist. Zum Testbericht
Für den preisbewussten Alltags-Highball eignet sich auch Monkey Shoulder gut – rund genug, um die Kohlensäure nicht zu dominieren. Zum Testbericht
Was du vermeiden solltest
Stark rauchige Whiskys wie Ardbeg Ten oder Laphroaig 10 Jahre überfordern den leichten Charakter des Highballs – hier dominiert der Rauch alles andere. Diese Flaschen gehören eher pur oder in einen Old Fashioned. Ardbeg · Laphroaig
Der praktische Nebeneffekt
Der Highball macht auch jüngere, günstigere Whiskys zugänglich – ein Grund, warum er sich gerade in Zeiten knapper Fasslager als Format hält (siehe Warum ist japanischer Whisky so teuer geworden?).
Quellen
Angaben zuletzt geprüft am .